Radikalisierung im Internet

Radikalisierungprozesse – egal in welche Richtung – finden ihre Anfänge immer häufiger im Internet. Radikale Gruppierungen versuchen gezielt Jugendliche zu erreichen und diese bei ihrer Suche nach Identität durch vermeintliche Sinnstiftung für sich zu gewinnen.

 

Workshop I: Islamistische Radikalisierung (Mag. Beata Hola)

Extremisten nutzen das Internet sehr vielfältig und manchmal erschreckend kreativ und professionell zur Rekrutierung von Attentätern, zur Do-it-yourself-Radikalisierung und natürlich auch zu klassischen Propagandazwecken. Die Möglichkeiten neuer Medien, attraktiv aufbereitete Inhalte an ein großes Publikum zu streuen, werden auch immer stärker für islamistische, salafistische und dschihadistische Propaganda genutzt und so findet ein Erstkontakt mit extremistischen Gedankengut dieser Art immer öfter über soziale Medien statt.

 

Workshop II: Radikalisierung nach rechts (Sonja Bercko Eisenreich)

Fremdenfeindlichkeit ist kein neues Phänomen, aber mit dem Ansteigen der Flüchtlingszahlen kommt es auch in Österreich zu gewalttätigen Angriffen und Brandanschlägen gegen Asylsuchende oder deren Organisationen. Längst sind auch rechtsradikale Gruppen im Internet angekommen. Experten gehen von mehr als 2.000 vornehmlich deutschen Online-Angeboten aus, die eindeutig rechtsextremen Gruppierungen zugeordnet werden können. Die meisten der von den Gruppierungen veröffentlichten Inhalte sind strafbar. Werden z.B. rechtsradikale Propagandatexte veröffentlicht, kann dies den Tatbestand der Volksverhetzung erfüllen.

 

Termine:

Workshop I:

Mi, 8.11.2017, 18:00

Mi, 14.3.2018, 18:00

 Workshop II:

Mi, 15.11.2017, 18:00

Mi, 21.3.2018, 18:00

 

Ort: 1010 Wien, Franz-Josefs-Kai 27, 1.Stock, Vortragsraum

 

Preise: Einzelkarte: 25,00 Euro

2-er Block: 40,00 Euro